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Bekämpfung von Bettwanzen

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Kontakt:

Priv.-Doz.
Dr. Duscher Georg Gerhard

Veterinärmedizinische
Universität Wien
Department für Pathobiologie
Institut für Parasitologie
E: Georg.duscher@vetmeduni.ac.at

Im Zuge der Kooperation wird die Auswirkung einer Kombination aus dem bestehenden Desinfektionsmittel (H2O2) zusammen mit einem Insektizid (z. B. Pyrethroid) auf Bettwanzen erforscht. Dabei werden die Entgiftungsmechanismen und die Vergiftungswege näher betrachtet.

Kooperationspartner:

Braincon GmbH & Co KG

Ludwig Boltzmann Institut

In den vergangenen Jahren ist es durch Reisetätigkeit zu einem Anstieg von Bettwanzen in Hotels, Transportunternehmen und Privathaushalten gekommen. Die falsche Behandlung hat zu einem Auftreten von resistenten Bettwanzenstämmen geführt und somit die Bekämpfung erschwert. Die Firma Braincon ist führend bei der Inaktivierung von verschiedenen Keimen (Pilze, Bakterien, Viren) und hat die technischen Voraussetzungen und das knowhow, sich dieser Problematik zu stellen. Durch Zugabe eines Pyrethroides zu der bestehenden Desinfektionslösung (H2O2) ist eine flächendeckende und durchdringende Applikation gewährleistet. Die Entgiftung in den Wanzen wird und wurde auf molekularbiologischer Ebenen mit Hilfe der messenger Ribonukleinsäure (mRNA) untersucht. Dabei zeigte sich eine Hochregulation einiger Enzyme in resistenten Bettwanzen, wenn nur mit Pyrethroiden behandelt worden ist. Bei einer Exposition der Kombinationslösung kam es zu keiner Hochregulation und die resistenten Bettwanzen wurden eliminiert. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass hier ein anderer Wirkungsmechanismus bei der Vergiftung zu tragen kommt. Wir vermuten eine erhöhte Vergiftung aufgrund einer Anreicherung an Sauerstoffradikalen in den Wanzenzellen. Um bessere Ergebnisse erzielen zu können, müssen die reactive oxygen species d.h. die Sauerstoffarten in den Bettwanzen angefärbt werden. Um eine standardisierte Anfärbung bzw. Analyse zu ermöglichen, ist es unabdingbar, dass alle Gruppen der Bettwanzen in derselben Ebene geschnitten werden. Bisher ist nur wenig über die Anatomie der Bettwanzen bekannt und wir benötigen neue digitale Werkzeuge um Klarheit über die Lokalisation und Position der angefärbten Sauerstoffmoleküle zu erhalten.

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